Freitag, 7. November 2008

Mein Erster Eintrag ***endlich***

Mein erster Eintrag in den Blog soll euch einen kleinen Eindruck in meine letzten 5 Wochen verschaffen.
Nachdem ich Ende September Mannheim verlassen habe, bin ich bei meinen Eltern wieder eingezogen. Hier bin ich aber nicht lang geblieben, da ja ab 01. Oktober das Vorbereitungsseminar (POS) fuers Ausland gestartet ist.
Die 1. Herausforderung, die ich hatte, war fuer 4 Wochen einen Koffer zu packen, den ich allerdings mit dem Zug nach Berlin buxieren musste. Dies bedeutete fuer mich: einschraenken.
Es viel mir sichtlich nicht leicht und deshalb bin ich bepackt wie ein Esel am 30. September in den Zug gestiegen. Irgendwie habe ich auch das schwaere Gepaeck (Grosser Koffer, Reisetasche, Rucksack, Laptoptasche) in den schoenen Arwo-Bau bekommen. Arwo-Bau nannte sich die Unterkunft in Berlin, gewoehnungsbeduerftig, aber es stellte sich bald heraus, dass es eine grosse WG unter uns Stammhausinformanden (= alle die, die ab 01. November ins Ausland gehen) sein sollte.
Am Anfang stand erstmal das Kennenlernen auf dem Programm. Der 1. Tag war zum Vorstellen da und am 2. Tag haben wir eine Stadtrundfahrt erhalten. Danach war erst mal Wochenende angesagt und wir haben uns auf eigene Faust die riesige Stadt Berlin nochmal angeschaut.
Dann ging es mit den diversen Workshops in die vollen. Wir haben bestimmt 10 verschiedene Workshops/Seminare mitgemacht, die alle mal mehr und mal weniger interessant waren. Um so interessanter waren die abendlichen Veranstaltungen, die wir auf eigene Faust organisiert haben. Schon bald haben wir uns alle viel naeher kennengelernt und wenn man nicht mal eine Auszeit gebraucht hat, war man nie alleine. Das hat richtig Spass gemacht. Irgendwann hatte mich dann aber eine Erkaeltung gepackt, die mich dann leider fuer 4 Tage ausgeschaltet hatte. Naja, aber danach war ich wieder voller Tatendrang und es ging weiter.

Ich sag nur so viel:
Das Nachtleben von Berlin hat so viel zu bieten, dass ich leider nicht alles sehen konnte!

Leider ging die Zeit in Berlin wiedermal viel zu schnell vorbei und schon war jeder so am planen seiner Abreise und ich habe mich auch schon moralisch darauf vorbereitet, dass ich wieder bepackt wie ein Esel mit dem Zug nach Hause fahren darf. Allerdings oder zum Glueck hat dann aber die Bahn Ihr ICE’s ausser Gefecht gesetzt und ich habe mir einen Mietwagen genommen (Golfklasse gebucht, einen 3er BMW bekommen *yuhuu*) und konnte so ohne schleppen in 2 Stunden nach Hause fliegen. :-)
Dort angekommen haben meine Mutter und ich im Akkord meine Berlin Sachen gewaschen und ich hab schon wieder angefangen meine Sachen fuer Athen zu packen.
Und ich bitte Euch, stellt Euch das vor: Ich hatte 20kg Freigepaeck von Lufthansa plus ein Handgepaeck, was nicht schwerer als 8kg sein durfte. Wie soll man sich da auf irgendwas beschraenken, wenn ich fuer ein Jahr weggehe??? Unmoeglich!!! Ich habe mich dann soweit einschraenken koennen, dass mein Koffer am Ende 26,6kg und mein Handgepaeck 11kg wog. Dabei hatte ich noch Glueck, dass ich fuer die 6kg Uebergepaeck nichts zahlen musste, Handgepaeck wird gluecklicherweise nicht gewogen. Nun ja, der Rest wird mir jetzt nach und nach nachgeschickt. Hoffentlich kommts an :-)

In Athen:
In Athen angekommen wurde ich ja netter Weise von einem Fahrer mit dem Auto abgholt. Er warnte mich schon auf der Autofahrt vor den verrueckten Autofahrern wenn man als Fussgaenger die Strasse ueberqueren will. Tatsaechlich ist es so, dass selbst wenn die Fussgaengerampel gruen ist, du deine Beine in die Hand nimmst und versuchst so schnell wie moeglich auf die andere Strassenseite zu kommen. Ein echt lustiges Schauspiel,dass allerdings dein Leben rettet.
Nun ja, dann bin ich die Wohnung gekommen und hatte wahrscheinlich meinen 1. Kulturschock. Die Wohnung hat eher den Charme einer Klobuerste. Sehr alte Moebel, so nen portablen Herd mit einer Herdplatte mit ca. 15cm Durchmesser und einer mit etwa 5cm Durchmesser, da hatte ich aber einen neuen bekommen, weil der andere kaputt war. Naja, er war aber nicht neu im Sinne von neu, sondern nur neu in der Wohnung mit all seinem Dreck drauf, von denen die das Ding vorher benutzten. :-)
Mir war zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich zum lachen.

Naja und so wie der Herd so verdeckt, sah die ganze Wohnung aus, was ich aber zunaechst gar nicht merkte, da es dunkle Boeden gibt und irgendeine Art PVC in der Wohnung ist, welcher den Dreck nicht zeigt, sehr wohl aber weisse Socken sehr schnell schwarz werden laesst. Das hiess dann also fuer mich den naechsten Tag den naechst besten Supermarkt aufsuchen und Putzmittel kaufen. Ich habe dann auch den ganzen Samstag geputzt mit Cillitbang, das erschien mir angebracht :-)
Dieses Wochenende werde ich nach einer ausgiebigen Shoppingtour das selbe nochmal machen. Nur um sicher zu gehen, dass ich dann auch den letzten fremden Dreck erwischt habe.
Was sehr gut an der Wohnung ist, dass Sie sehr zentral liegt, das heisst, wenn morgens kein Stau waere, braeuchte ich etwa 15 Minuten bis zu Arbeit. Leider ist aber in Athen eigentlich immer Stau und so brauche ich etwa 30 – 45 Minuten bis zur Arbeit. Die sind aber auch chaotisch...kann man gar nicht beschreiben, muss man gesehen haben. Ein Taxifahrer heute hat mir erzaehlt, dass wenn man in Athen laengere Zeit Auto gefahren ist, kann einen so schnell nichts mehr stressen und deine Nerven werden Drahtseile. Glaube ich blind!!!!!

Des weiteren liegt bei mir um die Ecke auch gleich die U-Bahn Station, wo ich in 2 Stationen in der Altstadt und in 3 an der Akropolis bin. Ich denke, das ist ganz ok. Obwohl ich nicht weiss, ob ich zentral genug wohne, um das Nachtleben in vollen Zuegen zu geniessen.

Ansonsten sind die Kollegen alle sehr nett, leider gibt es hier keine Kantine, wo man sich unter Kollegen mal unterhalten kann.
Derzeit bin ich auch dabei mir einen Sprachkurs zu suchen, um anzufangen griechisch zu lernen. Hier in Athen kann zwar so gut wie jeder englisch, aber langsam finde ich gefallen an der Sprache und deshalb wage ich mich in das Abentheuer.

So jetzt habe ich doch viel mehr geschrieben als ich dachte und das fuer meinen 1. Eintrag. Nun die naechsten fallen bestimmt kuerzer aus. :-)
Ich freue mich immer von Euch zu hoeren. Fuer diese Zwecke koennt ihr mich per Mail oder aber auch ueber mein schoenes neues Gaestebuch kontaktieren.

Seit lieb gegruesst und bis bald
Eure Manu

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